Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese Bedingungen regeln die Nutzung von Fruitly, insbesondere während der Open Beta und im geschäftlichen Umfeld der Hausverwaltung.
Stand: 04.05.2026
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die Nutzung von Fruitly zwischen der SSL Fruity AI GmbH & Co KG und ihren Kunden.
Fruitly richtet sich ausschließlich an Unternehmer, juristische Personen, Hausverwaltungen, Immobilienverwaltungen und Organisationen. Eine Nutzung durch Verbraucher ist nicht vorgesehen, soweit nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wird.
Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmen.
2. Produktstatus Open Beta
Fruitly befindet sich derzeit in einer Open Beta. Die Software ist in dieser Phase ein Proof-of-Concept und Assistenzsystem für moderne Hausverwaltung, aber kein abschließend validiertes Produktivsystem und kein alleiniger verbindlicher Datenbestand.
Während der Open Beta können Funktionen fehlen, fehlerhaft sein, sich ändern, deaktiviert werden, nur teilweise verfügbar sein oder andere Ergebnisse liefern als erwartet. Datenmodelle, Berechtigungen, Schnittstellen, KI-Funktionen, Workflows, Banking, E-Mail-Funktionen, Imports, Exports und Backups können weiterentwickelt oder eingeschränkt werden.
Soweit nicht ausdrücklich schriftlich anders vereinbart, darf Fruitly in der Open Beta nicht als einziges System für rechtlich, steuerlich, buchhalterisch, abrechnungsrelevant oder operativ kritische Vorgänge verwendet werden. Der Kunde muss ein geeignetes Zweitsystem, eigene Prüfprozesse, Exporte und unabhängige Sicherungen vorhalten.
3. Vertragsgegenstand
Fruitly ist eine Softwareplattform für Hausverwaltung. Sie unterstützt unter anderem Objektverwaltung, Kontakte, Verträge, Buchhaltung, Belege, Abrechnung, Dokumente, Kommunikation, Workflows, Agenten, KI-gestützte Assistenz, Banking-Anbindung, E-Mail-Integration, Import, Export und Backups.
Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, Vertrag, Leistungsplan, der aktivierten Produktkonfiguration und dem jeweiligen Entwicklungsstand. Produktbeschreibungen, Demos, Screenshots, Roadmaps und öffentliche Aussagen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich Vertragsbestandteil werden.
4. Kundenpflichten
- Der Kunde muss alle Daten, Berechnungen, Buchungen, Abrechnungen, Zahlungszuordnungen, Mahnungen, E-Mail-Entwürfe, KI-Vorschläge, Workflows, Exporte und sonstigen Ergebnisse vor Verwendung eigenverantwortlich prüfen.
- Der Kunde muss während der Open Beta ein fachlich geeignetes Zweitsystem oder eine andere belastbare Kontrollquelle betreiben.
- Der Kunde muss unabhängige Backups, Exporte und Aufbewahrungsprozesse für kritische Daten vorhalten.
- Der Kunde muss Nutzer, Rollen, Berechtigungen, Freigaben und Organisationseinstellungen korrekt einrichten und regelmäßig kontrollieren.
- Der Kunde darf nur Daten verarbeiten, zu deren Nutzung er rechtlich berechtigt ist, und muss Betroffene, Auftraggeber, Eigentümer, Mieter, Mitarbeiter, Dienstleister und Kommunikationspartner erforderlichenfalls informieren.
- Der Kunde muss Zugangsdaten, API-Schlüssel, E-Mail-Passwörter, Banking-Freigaben und Webhook-Secrets geheim halten und gegen unbefugten Zugriff schützen.
- Der Kunde darf Fruitly nicht missbräuchlich nutzen, Sicherheitsmechanismen umgehen, fremde Daten einspeisen oder den Betrieb anderer Nutzer beeinträchtigen.
5. Fachliche Verantwortung
Fruitly erbringt keine Rechts-, Steuer-, Buchhaltungs-, Wirtschaftsprüfungs-, Immobilienverwaltungs- oder sonstige fachliche Beratungsleistung. Die Software stellt technische Funktionen, Vorlagen, Berechnungen, Vorschläge und Automatisierungen bereit.
Alle fachlichen Entscheidungen bleiben beim Kunden. Dazu gehören insbesondere Betriebskosten- und WEG-Abrechnungen, Heizkosten- oder Umlageschlüssel, Buchungen, Steuerangaben, Zahlungsfreigaben, SEPA-Vorgänge, Mahnungen, Vertragsauswertungen, Fristen, Eigentümer- oder Mieterkommunikation und behördliche oder gerichtliche Vorgänge.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, die Ergebnisse durch qualifizierte Personen prüfen zu lassen, bevor sie gegenüber Dritten, Behörden, Banken, Eigentümern, Mietern oder Dienstleistern verwendet werden.
6. Daten, Imports und Migration
Import- und Migrationsfunktionen können Daten aus Fremdsystemen übernehmen, validieren, umformen, deduplizieren oder in Fruitly ablegen. Dabei können Fehler, Auslassungen, fehlerhafte Zuordnungen, abweichende Formate, Rundungsdifferenzen, Dubletten oder unvollständige Daten entstehen.
Der Kunde muss importierte und migrierte Daten vollständig prüfen, insbesondere Stammdaten, Verträge, Konten, Salden, Buchungen, Belege, Dokumente, Kommunikation, Bankdaten, Eigentümer- und Mieterzuordnungen.
Wir haften, soweit gesetzlich zulässig, nicht für Schäden, die daraus entstehen, dass ungeprüfte oder fehlerhaft importierte Daten produktiv verwendet werden.
7. Dokumente, OCR und Suche
Textextraktion, OCR, Klassifikation, Dokumentensuche, Embeddings und Vorschläge können fehlerhaft, unvollständig, verzerrt, abgeschnitten oder technisch nicht verfügbar sein. Gescanntes Material, schlechte Bildqualität, ungewöhnliche Tabellen, handschriftliche Inhalte, defekte Dateien oder sehr große Dokumente können die Qualität erheblich beeinträchtigen.
Der Kunde muss Originaldokumente, Belege, Verträge, Rechnungen und berechnungsrelevante Nachweise selbst prüfen und darf sich nicht allein auf extrahierte Texte, Suchtreffer, KI-Zusammenfassungen oder automatische Zuordnungen verlassen.
8. KI und Automatisierung
KI-Funktionen, Agenten und Workflows erzeugen technische Vorschläge. Sie können unzutreffende, unvollständige, erfundene, veraltete oder missverständliche Inhalte liefern. Das gilt auch dann, wenn der Vorschlag plausibel wirkt oder auf Dokumente, E-Mails, Buchungen oder andere Daten Bezug nimmt.
KI-Vorschläge dürfen ohne menschliche Prüfung und Freigabe nicht als verbindliche Auskunft, Rechtsposition, Abrechnung, Zahlung, Buchung, Mahnung, Vertragsentscheidung oder Kommunikation gegenüber Dritten verwendet werden.
Automatisierungen mit externer Wirkung, insbesondere E-Mail-Versand, Webhook-Aufrufe, Datenänderungen, Zahlungs- oder Buchungsvorschläge, dürfen nur mit angemessenen Freigaben, Tests und Kontrollen eingesetzt werden. Der Kunde trägt die Verantwortung für Trigger, Regeln, Prompts, Tool-Berechtigungen, Empfänger und Inhalte.
9. E-Mail-Integration
Kunden können eigene Postfächer per SMTP und IMAP verbinden. Der Versand und Empfang erfolgt über die vom Kunden konfigurierten Mailserver und unterliegt zusätzlich den Bedingungen, Limits, Sicherheitsregeln, Spamfiltern und Verfügbarkeiten des jeweiligen E-Mail-Anbieters.
Wir übernehmen keine Garantie dafür, dass E-Mails zugestellt, rechtzeitig synchronisiert, vollständig importiert, korrekt zugeordnet oder nicht von Empfängersystemen gefiltert werden. Fehlerhafte Konfiguration, Provider-Limits, Passwortänderungen, Zwei-Faktor-Anforderungen, Sperren, DNS-/SPF-/DKIM-/DMARC-Probleme oder Mailbox-Limits können zu Ausfällen führen.
Der Kunde muss vor verbindlicher Nutzung prüfen, ob Absender, Empfänger, Inhalte, Anhänge, Signaturen, Vorlagen, Zustellstatus und rechtliche Pflichtangaben korrekt sind.
10. Banking und Zahlungsdaten
Banking-Funktionen können optional über finAPI und angebundene Banken oder Zahlungsdienstleister laufen. Bankzugänge, Webform-Freigaben, Kontoinformationen, Transaktionen, Salden und Synchronisationen unterliegen zusätzlich den Bedingungen und technischen Verfügbarkeiten dieser Anbieter.
Wir übernehmen, soweit gesetzlich zulässig, keine Verantwortung für Verfügbarkeit, Vollständigkeit, Aktualität, Richtigkeit oder rechtzeitige Lieferung von Bankdaten, für Bank-Schnittstellenänderungen, PSD2-/SCA-Prozesse, doppelte oder fehlende Transaktionen, verspätete Umsätze, fehlerhafte Bankzuordnungen oder daraus abgeleitete Buchungs- und Zahlungsvorschläge.
Der Kunde muss Kontoauszüge, Bankumsätze, Salden, Zahlungszuordnungen, SEPA-Daten, Buchungsvorschläge und Freigaben unabhängig prüfen.
11. Drittanbieter und Integrationen
Fruitly kann mit Drittanbietern oder externen Systemen zusammenwirken, insbesondere E-Mail-Anbietern, finAPI, Banken, Zahlungsdienstleistern, kundenseitig konfigurierten LLM-Endpunkten, Karten- oder Font-Diensten, Webhook-Zielen und sonstigen Integrationen.
Drittanbieter sind keine Erfüllungsgehilfen von uns, soweit dies nicht zwingend gesetzlich anders zu beurteilen ist oder ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde. Für Leistungen, Verfügbarkeit, Sicherheit, Änderungen, Preise, Datenverarbeitung und Fehler solcher Drittanbieter gelten deren eigene Bedingungen.
Der Kunde ist verantwortlich für die Auswahl, Berechtigung, Konfiguration und rechtliche Zulässigkeit kundenseitig aktivierter Integrationen.
12. Backups, Exporte und Datenverlust
In Fruitly vorhandene Backup- und Exportfunktionen sind technische Hilfsmittel. Sie sind während der Open Beta keine zugesicherte Disaster-Recovery-Lösung, keine Garantie für vollständige Wiederherstellung und kein Ersatz für kundenseitige Datensicherung.
Der Kunde muss eigene, unabhängige, regelmäßig geprüfte und wiederherstellbare Sicherungen seiner kritischen Daten vorhalten. Dies gilt insbesondere für produktive Buchhaltungs-, Abrechnungs-, Vertrags-, Dokumenten-, Kommunikations- und Banking-Daten.
Soweit gesetzlich zulässig, haften wir bei Datenverlust nur für den Wiederherstellungsaufwand, der auch bei ordnungsgemäßer, aktueller und wiederherstellbarer Sicherung durch den Kunden entstanden wäre.
13. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen
Wir bemühen uns um einen sicheren und stabilen Betrieb, schulden während der Open Beta jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit, Antwortzeit, Performance, Fehlerfreiheit oder dauerhafte Bereitstellung einzelner Funktionen, soweit nicht ausdrücklich schriftlich Service-Level vereinbart wurden.
Wartung, Updates, Sicherheitsmaßnahmen, technische Störungen, Kapazitätsgrenzen, Migrationen, Modellwechsel, Schnittstellenänderungen und notwendige Schutzmaßnahmen können den Betrieb vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigen.
Wir dürfen Funktionen ändern, einschränken, sperren oder deaktivieren, wenn dies für Sicherheit, Stabilität, Compliance, Missbrauchsprävention, Weiterentwicklung oder den Beta-Betrieb erforderlich ist.
14. Nutzungsrechte
Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und widerrufliches Recht, Fruitly im vereinbarten Umfang zu nutzen.
Eine Weitervermietung, Unterlizenzierung, Dekompilierung, Umgehung technischer Schutzmaßnahmen, automatisiertes Scraping, Reverse Engineering oder Nutzung außerhalb des vereinbarten Umfangs ist untersagt, soweit gesetzlich nicht zwingend erlaubt.
15. Datenschutz und Vertraulichkeit
Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung und, soweit erforderlich, nach einem separaten Auftragsverarbeitungsvertrag.
Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich. Der Kunde ist dafür verantwortlich, vertrauliche Daten nur berechtigten Nutzern zugänglich zu machen und interne Zugriffskonzepte einzuhalten.
16. Vergütung
Preise, Abrechnungszeiträume, Limits, Zahlungsbedingungen und Beta-Konditionen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot oder Vertrag.
Sofern nicht anders angegeben, verstehen sich Preise netto zuzüglich gesetzlicher Steuern und Abgaben. Ein kostenloser Beta-, Test- oder Demo-Zugang kann jederzeit beschränkt, geändert oder beendet werden, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
17. Gewährleistung
Während der Open Beta wird Fruitly in dem Zustand bereitgestellt, in dem es jeweils verfügbar ist. Wir geben keine Garantie dafür, dass Fruitly für einen bestimmten Zweck geeignet, fehlerfrei, vollständig, unterbrechungsfrei, kompatibel mit allen Kundensystemen oder frei von Daten- oder Berechnungsfehlern ist.
Zwingende gesetzliche Gewährleistungsrechte bleiben unberührt. Soweit gesetzlich zulässig, sind Gewährleistungsrechte für kostenlose, Test-, Demo- oder Beta-Nutzungen auf das zwingend gesetzlich vorgesehene Mindestmaß beschränkt.
18. Haftung
Wir haften unbeschränkt für Schäden aus Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Haftungsvorschriften.
Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir, soweit gesetzlich zulässig, nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und nur für vorhersehbare, vertragstypische, unmittelbare Schäden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung ausgeschlossen für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, Produktions- oder Betriebsausfall, Reputationsschäden, Ansprüche Dritter, fehlerhafte fachliche Entscheidungen, ungeprüfte KI-Ausgaben, ungeprüfte Abrechnungen, ungeprüfte Buchungen, ungeprüfte Datenimporte, E-Mail-Zustellprobleme, Bankdatenfehler und Datenverlust, soweit der Kunde seine Prüf-, Sicherungs- oder Mitwirkungspflichten verletzt hat.
Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit sie gesetzlich unzulässig sind. Eine Haftung nach DSGVO oder anderen zwingenden Datenschutzvorschriften bleibt im gesetzlich zwingenden Umfang unberührt.
19. Sperre und Beendigung
Wir dürfen Zugänge vorübergehend sperren oder einschränken, wenn konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch, Sicherheitsrisiken, unberechtigte Nutzung, Rechtsverstöße, Zahlungsverzug, Gefährdung des Betriebs oder Verletzung dieser Bedingungen bestehen.
Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem jeweiligen Vertrag oder Angebot. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
20. Änderungen dieser Bedingungen
Wir können diese Bedingungen anpassen, wenn sachliche Gründe bestehen, insbesondere rechtliche Änderungen, technische Weiterentwicklung, Sicherheitsanforderungen, Änderungen des Leistungsumfangs, neue Integrationen oder Erfahrungen aus dem Beta-Betrieb.
Wesentliche Änderungen werden dem Kunden in geeigneter Form mitgeteilt. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
21. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen.
Sofern der Kunde Unternehmer ist, ist der sachlich zuständige Gerichtsstand am Sitz unseres Unternehmens vereinbart, soweit gesetzlich zulässig.
Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.